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15. September 2014

Volksbegehren für Freiräume

14.000 Wohnungen sollen in Bremen geschaffen werden, 
Bauflächen gibt es nur für 4.800. 
Wo werden wohl die anderen 9.200 Wohnungen gebaut?


Das aktuelle stadtplanerische Konzept der Bremer Baubehörde sieht vor, bis zum Jahr 2025 die Innenstadt durch den Neubau von 14000 Wohnungen "zu verdichten". Dabei geht es zu höchstens 25% um bezahlbaren Wohnraum und ansonsten um das Schaffen von luxuriösen Wohnungen in bester Lage - vgl. die Bebauung des Stadtwerder.
Geeignete Flächen gibt es derzeit nur für 4800 der geplanten 14.000 Wohnungen - für die restlichen 9200 geplanten Neubauwohnungen müssen Flächen umgewidmet werden, die bisher vor der Bebauung geschützt sind. Dies betrifft in weiten Teilen öffentlichen Raum: Grünanlagen, Biotope, Naherholungsgebiete und auch der Lucie-Flechtmann-Platz kann betroffen sein.
Die Stadtplanung beruft sich bei ihren Plänen auf eine Leerstandsquote in Bremen von 0,3 %. Spannend ist im Vergleich dazu der Bremer Leerstandsmelder.

Nun gibt es das Bestreben, ein Volksbegehren in die Wege zu leiten. Durch ein Ortsgesetz soll dem Flächennutzungsplan des Senats verhindert bleiben, öffentlichen Freiraum zu bebauen. Stattdessen sollen die öffentlichen Flächen für Erholung, Bewegung und Begegnung erhalten bleiben. Dazu ist der erste Schritt, Unterschriften zu sammeln. 
Unterschreiben könnt ihr u.a. auf jeder Lucie-Aktion - 4400 Unterschriften sind erstmal nötig.


Und hier gibt es weitere Infos:
http://www.initiativen-fuer-bremen.de
http://www.taz.de/Eine-Bewegung-der-Parteiverdrossenen/!145919/
http://www.initiativen-fuer-bremen.de/files/WK_13_9_2014.jpg

13. Oktober 2013

Stadt selber machen

gesehen auf who-owns-the-world.org:

Die neue dérive ist erschienen und zwar mit dem Titel ‘Stadt selber machen’. Passend zu den vielen kleinen und großen Debatten und Initiativen um ‘eine andere Stadt’, die derzeit ihr ‘Unwesen treiben’,  stellt die Zeitschrift in ihrem Schwerpunkt dieses mal fest:

Was bedeutet es, wenn die Forderung nach »Stadt selber machen« just zu jenem Zeitpunkt an Beliebtheit gewinnt, an dem der Staat sich von seinen sozialen Aufgaben immer stärker zurückzieht, sie auslagert oder vernachlässigt und zivilgesellschaftliches Engagement einfordert? (…) »Stadt selber machen« kann eine Forderung bzw. eine Selbstermächtigung ebenso wie eine Notwendigkeit sein. Eine Forderung in einer Stadt, die bis zum letzten Ziegel reguliert 
ist und ihren Bewohnern und Bewohnerinnen keinerlei Möglichkeit lässt, ihren Lebensraum selber oder zumindest mitzugestalten, und eine Notwendigkeit in einer Stadt, die nicht die geringste Infrastruktur und schon gar keinen sozialen Wohnbau zur Verfügung stellt. (…) Das Interesse an der Auseinandersetzung mit städtischen Räumen hat in den letzten Jahren auf verschiedenen Ebenen und aus unterschiedlichsten Perspektiven einen deutlichen Aufschwung erfahren und neue Bündnisse, Konzepte und Widerstandsformen entstehen lassen. (…) (B)leibt zu hoffen, dass unser Beitrag zu Stadt selber machen hilft, Diskussionen anzuregen und zu fördern und die Idee weiterzutragen, damit es nicht bei einem Strohfeuer bleibt.

29. Mai 2013

UND AB GEHT SIE

Wir sind voller Vorfreude:


Foto von keimzelle.blogsport.eu
30 Bäckerkisten und 20 Paletten stapeln sich um uns herum, weil wir morgen den Bau der Hochbeete vorbereiten werden. Angelehnt an die Ideen der Hamburger Keimzelle wollen wir 10 solcher Beete anlegen.

Auf dem riesigen Platz werden diese Beete fast verlorengehen, wir werden nichtmal ein Fünftel der Fläche füllen. Da wir aber erstmal schauen müssen, wer außer uns eigentlich noch Lust auf Gärtnern (und Gießen) hat, was für Ideen noch für die Nutzung der restlichen Fläche entstehen, wir schließlich auch Platz für das Spielzeug des Bemils brauchen ... belassen wir es erstmal bei 10 Hochbeeten und dem, was ihr noch mitbringen werdet!

Am Samstag bereitet das Senior_innenzentrum Dekomaterial aus upcycelten PET-Flaschen und Tetrapaks her, damit das viele Grau wenigstens etwas übertönt wird.


Ihr seid gefragt


Dieser Platz ist riesig und er gehört für einen Sommer uns! Nach 30 Tagen "Probezeit" steht eine Verlängerung der Zwischennutzung in Aussicht. Wir können soviel aus Lucie machen, wir müssen es nur tun! Bringt schon am Sonntag mit was euch einfällt, damit klar wird: wir wollen diesen Freiraum für uns füllen!
Um ca. 15 Uhr wird es die Workshops zur langfristigen Platznutzung geben. Kommt also unbedingt rechtzeitig.