16. Juli 2015

Jugendaustausch zu Asylpolitik und Urban Gardening

Lust auf eine sommerliche Stadtgartenwoche in Bremen? Lern die Gartenszene von Bremen und Umland beim internationalen Sommercamp kennen und trete in Austausch mit Jugendlichen aus Frankreich und Rumänien. Auch die Lucie steht auf dem Programm! Vient dans le jardin!

Erasmus + Jugend in Aktion: 

Einwöchiger Jugendaustausch mit Workshops, Exkursionen und Gartenarbeit

TeilnehmerInnen gesucht!




Koordinator: ÖkoStadt Bremen e.V.
Partnerorganisationen: Asociatia Educon Vaslui, Rumänien Pistes Solidaires, Frankreich
Zeitraum: 23. – 31. August 2015
Ort: Bremen

Der Austausch richtet sich an junge Erwachsene, die sich über Flüchtlings- und Migrationspolitik Gedanken machen oder selbst davon betroffen sind, und die außerdem an einem urbanen Lebensstil interessiert sind, der auch Umweltfragen berücksichtigt.

Die TeilnehmerInnen

  • je acht junge Erwachsene zwischen 18 und 30 aus Frankreich, Rumänien und Deutschland, möglichst Männer und Frauen, und je zwei GruppenleiterInnen pro Partnerorganisation
  • eigene Erfahrungen mit herausfordernden Lebensumständen wie Arbeitslosigkeit, einer abgebrochenen Ausbildung, Fluchterfahrung o.ä.

Erfahrungen und Kenntnisse in den folgenden Bereichen sind keine Bedingung für die Teilnahme, tragen aber sicher zum guten Gelingen der Woche bei:

  • an Gartenarbeit interessiert und mit Lust auf körperliche Arbeit, auch bei leichtem Regen, vielleicht auch schon mit praktischer Erfahrungen (z.B. mit Gartenarbeit, Freiwilligenarbeit auf dem Land oder im Wald)
  • interessiert an den Themen Flüchtlingspolitik bzw. Urban Gardening/Gärtnern in der Stadt als Mittel der Umweltpolitik
  • Interesse an sozialpolitischen Fragen oder Erfahrungen damit, z.B. durch ehrenamtliche Unterstützung von Flüchtlingen
  • wenigstens mittelmäßige Englischkenntnisse (B1/B2 des GER)

Das Projekt „KulturGärten“
ÖkoStadt kümmert sich im Rahmen seines Projektes KulturGärten seit Beginn 2014 um die Gründung und den Aufbau von zwei weiteren Gemeinschaftsgärten in Bremen, einer davon für Flüchtlinge des Arberger Übergangswohnheims, der andere als Selbsthilfegarten auf dem Werder für Menschen, die von Angststörungen betroffen sind.
Der Jugendaustausch wird diesen Prozess durch praktische Arbeiten unterstützen und sich gleichzeitig in Workshops und auf Exkursionen mit den Themen Migration und Flüchtlingen einerseits und Urban Gardening/Urban Farming andererseits beschäftigen.

Die praktische Arbeit
An fünf Vormittagen übernehmen die TeilnehmerInnen in verschiedenen Bremer Gemeinschaftsgärten praktische Aufgaben wie einen Totholzwall anlegen, Rasen mähen, Unkraut jäten, ein Lehmhaus errichten oder Gartenmöbel aus Palettenholz bauen. Dabei kommen sie mit den Nutzern der Gärten in Kontakt und erfahren etwas über die Ziele und Prinzipien eines Gemeinschaftsgartens bzw. hören aus erster Hand, wie das Leben von Flüchtlingen ganz konkret aussieht.

Workshops und Exkursionen
Auf dem Programm steht der Besuch von ökologisch wirtschaftenden Betrieben ebenso wie von sozialen Unternehmen oder weiteren Beispielen für Gemeinschaftsgärten.
In den Workshops werden die Themen „Gärtnern in der Stadt – nur Hobby oder Beitrag zur Stadtgestaltung?“ und „Flüchtlings- und Asylpolitik“ diskutiert, und das alles auf Englisch ! Ein besonderes Augenmerk liegt auf den Erfahrungen, die die Teilnehmer aus ihren jeweiligen Heimatstädten mitbringen.

Und nicht zuletzt wird es eine ganztägige Exkursion an die Nordsee geben, zum Weltnaturerbe Wattenmeer, mit Führung und Wattwanderung.

Unterkunft und Verpflegung
Die Teilnehmer übernachten auf einem zentral gelegenen Zeltplatz und werden von einem Koch verpflegt, der ab und zu etwas Unterstützung benötigt.
Transport
Die Gemeinschaftsgärten und Exkursionsorte werden ganz überwiegend mit öffentlichen Verkehrsmitteln angesteuert.

Kosten
Die Hin- und Rückreise wird geringfügig finanziell unterstützt, der Aufenthalt in Bremen ist kostenlos.

Youth Pass Certificate
Der Austausch, der auf der Methode des informellen Lernens basiert, schließt mit der Vergabe eines Zertifikates ab.

Kontakt, nähere Infos und Anmeldung
Tel. 0421 – 70 1000 31


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